Pressespiegel „Meine Seel erhebt den Herren“

Bei Bachs Kantaten lässt sich (…) festhalten: solistisch aufgeführt machen sie mehr Spaß. Weil man nicht mehr von Klangfülle erschlagen wird, sondern differenziert den kontrapunktischen Verwebungen der einzelnen Stimmen lauschen kann. Und das gelingt dem Ensemble Chapelle de la Vigne unter Leitung von Bernhard Schmidt (…) vorzüglich. (…) Tänzerisch-bewegt ist der Gestus.

Fabian Ober am 20.11.2013 in der Badischen Zeitung

Pressespiegel Johannespassion 2013

Kann man oft Gehörtes ganz neu entdecken? Die jungen Musiker von „Chapelle de la Vigne“ gaben in der Augustinuskirche mit ihrer ganz speziellen Version der Johannespassion eine eindeutige Antwort. In historisch minimalistischer Besetzung ersetzten individualisierte Choräle die Wirkung der Massen, wurde alte Musik zu experimentell empfundenem Klanggeschehen.

(…) „Herr, unser Herrscher“– der pochende Rhythmus der Bässe nimmt das Hämmern der Kreuzigung vorweg, das Kontrafagott erweist sich dabei schon optisch als Bedrohung. Eng geführte Streicher vermitteln Todesahnung, martervoll tönen die Holzbläser. (…) (Die Sänger) absolvieren mit makelloser Virtuosität ein enormes Gesangspensum von Solist und Chorist in Personalunion und das still schwitzende Publikum in der voll besetzten Augustinuskirche lässt sich zwei Stunden lang von einer musikalischen Überraschung zur nächsten geleiten. Extremste Dynamik und rasante Tempi erzeugen eine ganz eigene Wirkung der Chorsätze, Verhör und Geißelung werden zu purer Dramatik. „Wir dürfen niemand töten“ bedrohlich wirkende Chromatik und hektische Instrumentalfiguren unterstützen die Erregung des Volks, die Forderung „Kreuzige“ gerät zur hasserfüllten Entladung, schneidend wird dieses Wort unzählige Male in den Kirchenraum geschleudert. Die Aussage „Wir haben keinen König, denn den Kaiser“ trieft vor Hohn, verängstigte „Wohin“-Einwürfe lassen einen schaudern.

Auch die durchweg facettenreiche Ausgestaltung der Arien begeistert. (…) Gegen Ende eröffnet der Chor „ Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine“ durch wechselseitiges Singen ein zutiefst empfundenes Raumklangereignis, (…) Tiefe Ergriffenheit bricht sich Bahn in stehenden Ovationen des Publikums.

 

Christine Bausch am 29.07.2013 in der Gmünder Tagespost

Pressespiegel Johannespassion 2013

(…) beeindruckend, wie ausdifferenziert das Ensemble die Johannespassion präsentierte: Da gab es vor allem auch in den Chören raffinierte agogische Verschiebungen, dramatische dynamische Entwicklungen (…) wurde gelassen und ruhig fließend gesungen und musiziert. (…) Ob man Bachs Passion nun nur noch so hören möchte?

Bernhard Fauler in der Rems-Zeitung vom 29.07.2013

Pressespiegel „Phoebus und Pan“

So kann das Air aus Bachs D-Dur-Suite auch klingen: Grazil, luftig, beweglich in frischem Tempo voranschreitend ohne aufgesetztes Pathos. Jede Stimme mit einem einzigen Instrument besetzt spielte die Chapelle de la Vigne ein Air, strahlend und befreit von allem Kitsch und Sentiment. (…) Die Ouvertüre (…) musizierte das Ensemble (…) in einer rhythmisch pointierten non-legato-Manier, die viel Luft zwischen den Noten ließ und, wie sich später zeigte, auch im geschwindesten Lauf keine einzelne Note verlor oder verschwimmen ließ. (…) Dirigent Bernhard Schmidt legte forsche Tempi vor, die aus den Läufen und Arabesken der einzelnen Sätze virtuose Preziosen werden ließen. (…) Hatten schon bei der Suite die Instrumente eine unerhörte Farbigkeit des Klangs aufgefächert, so wurde diese durch das Solistensextett noch gesteigert (…). Das Publikum hatte viel zu schmunzeln, denn die Chapelle de la Vigne arbeitete mit Spaß die Lautmalereien heraus, vom Eselsgeschrei der Violinen über das Klingeln der Schellenmütze für den Narren.

Dorothea Philipp in der Badischen Zeitung vom 15. Oktober 2012

Pressespiegel „Drachentöter“

(…) die Darbietung überzeugt mit vor allem im Detail delikatem, höchst ausdrucksvollem Musizieren. Aus den Vokalisten – die sowohl Chor- als auch Soloparts bestritten – stechen Sonja Bühler mit leuchtkräftigem Sopran und Karsten Müllers kräftig-schlanker Bassbariton hervor. Unstrittiger Höhepunkt: die Tenor-Arie „Bleibt ihr Engel“(…). Richard Resch bettet sein feines, zugkräftiges tenorales Timbre hinein, formt jeden Bogen mit unerhörter Intensität und emotionaler Dichte. Michael Bühler (Solo-Trompete) lässt die eingearbeitete Choralmelodie silbern wie einen Engel darüber schweben.

Gero Schreier in der Badischen Zeitung vom 26. September 2012

Pressespiegel „Pimpinone“

Bravorufe und langes Füßetrampeln gibt es am Sonnabendabend im Festsaal. Es war die zweiteVorstellung von „Pimpinone oder Die ungleiche Heyrath“. Mit dieser Barockoper von Georg PhilippTelemann wurde die 20. Sommermusikakademie Schloss Hundisburg eröfnet (…) Die (…) Musiker desFreiburger Ensemble für alte Musik (…) brillierten mit spürbarer Spielfreude unter dem Dirigat vonJohannes Klumpp sowohl als Ensemble und solistisch bei Ouvertüre und den Zwischenmusiken miteinzelnen Sätzen aus Telemanns Violinkonzerten als auch bei der stimmigen Begleitung der Sänger.

Helmut Rohm am 30.07.2012 in der Magdeburger Volksstimme

Pressespiegel „Feuerzungen“

(…) Man erlebte einen spinnwebfeinen Tonzauber von solcher Klarheit, dass man Themenstränge mühelos im polyphonen Gefecht verfolgen konnte. (…) Insgesamt ein “neuer”, sympathischer Bach, der in dieser fast modern anmutenden Version die überkommenen verkrusteten Vorstellungen von barocker Steifheit zurechtrückte.

Peter Schröder in der Saarbrücker Zeitung vom 21.06.2011

Pressespiegel „Kreuzungen“

(…) Lebendig und direkt musiziert das grandiose junge Ensemble unter der Leitung von Bernhard Schmidt, zeigt die Schönheit der Kantaten des großen Kirchenmusikers. Die gesangliche Besetzung ist hervorragend (…)

Laura Schmid in der Badischen Zeitung vom 25.03.2011

Pressespiegel „per Oboe d’amore“

(…) Schlank, gut durchhörbar war der Klang der historisch informierten Chapelle, die Bernhard Schmidt mit weich fießenden Bewegungen leitete und die wie der intonationssichere Chor solistisch besetzt war.

Dennis Roth in der Badischen Zeitung vom 22.02.2011

Pressespiegel „Ich habe genug“

(…) Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt von der feinsinnigen Musikalität der jungen Musiker und ihrer Interpretation der Bach’schen Werke. (…)

Rolf Rombach im Schwarzwälder Bote vom 10.11.2010